Haliscomenobacter hydrossis
 

Haliscomenobacter hydrossis kommt unabhängig von der Schlammbelastung in kommunalen sowie in industriellen Kläranlagen vor und hat einen deutlichen Einfluss auf das Absetzverhalten von belebten Schlämmen.
Die dünnen, auffallend geraden, nadelförmigen Filamente von Haliscomenobacter hydrossis sind so charakteristisch, dass eine Verwechslung mit anderen Mikroorganismen unwahrscheinlich ist.

Eigenschaften:

Wuchsform: gerade
Fadenposition: aus der Flocke herausragend
Verzweigungen: keine
Beweglichkeit: fehlt
Länge der Fäden: 10 bis 100 µm
Fadendurchmesser: 0,5 µm
Septen: nicht erkennbar
Zellform: nicht erkennbar
Einschnürungen: keine
Aufwuchs: selten
Scheide: vorhanden
Schwefelgranula: weder in vivo noch nach Schwefeltest
Gramfärbung: negativ
Neisserfärbung: negativ
PHB-Färbung: negativ
Besonderheiten: Häufig werden leere Stellen im Faden beobachtet.
 

Selektionsfaktoren:
 

  • P-Mangel
  • dauerhaft hohe anorganische oder organische N-Frachten
  • leicht abbaubare Substrate
  • häufig Sauerstoffmangelsituationen im Tagesgang
  • hohes Schlammalter

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    Bild 1: Haliscomenobacter hydrossis, Lebendpräparat, Phasenkontrast. Bild 2: Haliscomenobacter hydrossis, Lebendpräparat, Phasenkontrast. Bild 3: Haliscomenobacter hydrossis, Gramfärbung, Hellfeld.

    Zahlreiche Filamente ragen nadelförmig aus den Belebtschlammflocken heraus.

    Bei starker Vergrößerung können leere Stellen im Faden beobachtet werden. Septen oder Zelleinschlüsse sind dagegen nicht zu sehen.

    Im Grampräparat werden die dünnen, nur schwach grampositiv gefärbten Filamente leicht übersehen, wenn sie nicht, wie hier, in größerer Zahl vorkommen.

     
     

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